Projekt – Pflegeportal

Gesundheitsnetzwerk

Hintergrund: 

Im Zuge des Projektes Primärversorgungsnetzwerk Tennengau brachte das Salzburger Hilfswerk die Idee ein, auch bei der Weiterversorgung der PatientInnen nach der medizinischen Versorgung in den Arztpraxen bei Bedarf eine digitale Übergabe der PatientInnen für Hauskrankenpflege, Haushaltshilfe und Essen auf Rädern zu organisieren.

Ziel: 

ist eine niederschwellige und nachvollziehbare Versorgung mit Hauskrankenpflege, Haushaltshilfe und Essen auf Rädern.

Zielgruppen:

alle Patientinnen und Patienten, die in einer der teilnehmenden Arztpraxen oder Beratungsstellen vorstellig sind und bei denen Bedarf an Hauskrankenpflege oder Haushaltshilfe etc. festgestellt wird.

Maßnahmen:

Nutzung eines Webportals auf Basis von MS 365 zur Datenübergabe, Sicherheitsmerkmale 2 Faktor Authentifizierung (Registrierung mit Handynummer und/oder Email Adresse beim sozialen Dienst) und verschlüsselte Datenübertragung.

Problemstellung:           

Im Rahmen der ärztlichen Betreuung und Beratung von PatientInnen wird vielfach festgestellt, dass für einen weiteren Verbleib in häuslicher Umgebung eine Hauskrankenpflege oder Haushaltshilfe nötig wird.

Aktuell werden dann die in der Ordination oder Beratungsstelle aufliegenden Folder der sozialen Dienste ausgehändigt und der Patient mit dem Vermerk, sich doch telefonisch bei den Vereinen für Hauskrankenpflege zu melden, entlassen.

Gehen die Folder der soz. Dienste in der Ordination aus, dauert es oft, bis wieder nachbestückt werden kann, d.h. es sind nicht alle möglichen Dienstleister wählbar.

Um eine Versorgung organisieren zu können, sind oftmals zahlreiche Telefonate nötig.

In der Arztpraxis kontrolliert niemand, ob der Patient versorgt ist oder ob er bei der Suche Hilfe braucht.

Kurzfristiges Einplanen der HKP für die sozialen Dienste ist nicht möglich.

Zielsetzung der Maßnahme:                     

Erstellung einer sicheren Möglichkeit der Datenübertragung zwischen Arztpraxen oder Beratungsstellen und sozialen Diensten zur Übernahme der PatientInnen für Hauskrankenpflege, Haushaltshilfe und/oder Essen auf Rädern.

  • Treffsichere, zeitnahe Zuführung von Hauskrankenpflege oder Haushaltshilfe ohne langes Telefonieren
  • Übersicht, ob der Patient versorgt ist
  • Übersicht, wer den Patienten versorgt
  • Für die sozialen Dienste Planungssicherheit hinsichtlich Personal
  • Für die sozialen Dienste kurzfristige Möglichkeit von Patientenübernahmen bei Lücken im Versorgungsplan
  • Für den Arzt oder die Beratungsstelle Sicherheit, dass der Patient versorgt ist
  • Für den Arzt kein langwieriges Telefonieren mehr nötig um Erstkontakt herzustellen

Zielgruppe und Nutzen:                              

Der Nutzen für die PatientInnen besteht in einem sicheren, unkomplizierten und zeitlich raschen Datentransfer zwischen Arzt, Beratungsstelle und sozialem Dienstleister zur schnellstmöglichen Versorgung mit Hauskrankenpflege und Haushaltshilfe oder Essen auf Rädern für einen bestmöglichen weiteren Verbleib im häuslichen Umfeld. Der Nutzen für die Angehörigen besteht in Unterstützung bei der Suche nach Versorgung für ihre Lieben.

 Ablauf:

  • Feststellung des Bedarfs durch den Arzt oder die Beratungsstelle
  • Unterschrift des Patienten für das Einverständnis der Datenweitergabe im Rahmen des Arztbesuches oder der Beratung (digitaler Dateninhalt maximal im Ausmaß des Formulars des Landes Salzburg für den Antrag auf finanzielle Unterstützung für Leistungen der Haushaltshilfe und Hauskrankenpflege gemäß Soziale Dienste Verordnung LGBL Nr. 93/2003 idgF)
  • Ordinationsassistenz stellt die Patientendaten mittels Formular in das System
  • Teilnehmende soziale Dienste können über das System die Bedarfe einsehen und je nach Personalkapazität den Patienten digital „abholen“.

 Anschließend erfolgt das Erstgespräch zwischen sozialem Dienst und Patient. Kommt es zu einem Versorgungsvertrag, steigt der soziale Dienst noch einmal in das Pflegeportal ein und übernimmt den Patienten. Dabei wird gleichzeitig eine Email an den Arzt oder Beratungsdienst verschickt, indem auf die Übernahme hingewiesen wird.

Kommt kein Vertrag zustande, stellt der soz. Verein den Pat. wieder in das System zurück und ein anderer Anbieter kann den Pat. abholen.

Gibt es seitens des Pat. keinerlei Compliance wird das Gesundheitsnetzwerk angerufen und löscht die Daten aus dem System.

  • Im Hintergrund erfolgt eine laufende Kontrolle durch das

Gesundheitsnetzwerk.at und bei längerem Zeitraum zwischen Einspeisung der Daten aus der Arztpraxis und Abholung durch einen Verein wird nachgefragt und eventuell anderweitig Notwendiges organisiert. 

Die Zuweisenden benötigen lediglich eine Email Adresse um teilzunehmen.

 

Bei Interesse teilzunehmen, bitte einfach die gewünschte Email Adresse und einen Terminvorschlag zur Einspielung an    office@gesundheitsnetzwerk.at senden.