Saisonkalender September

Essen. Ihre Gesundheit ist uns wichtig.

 

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung führt zu mehreren positiven Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Verbunden mit körperlicher Bewegung und sportlichen Aktivitäten stärkt dies wiederrum das Immunsystem. Ein starkes Immunsystem ist aktuell vermutlich wichtiger denn je.

Die Diätologin Elisa Hefner gibt hier monatlich aktuelle Ernährungstipps und veröffentlicht ausgezeichnete Rezepte dazu.

Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Quelle: https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/17103-rtkl-saisonkalender-dieses-obst-und-gemuese-hat-saison-im-september 

Inhalte erstellt von:

Elisa Hefner, BSc.

Freiberufliche Diätologin

hefner@paur.fitness
https://www.chrispaur.com/ernaehrung/

 

Saisonkalender_Jaenner
Apfel-Birnen-Chutney

Tomate

Die Tomate gehört zur Gruppe der Nachtschattengewächse und ist botanisch gesehen kein Gemüse, sondern eine Frucht. Nicht nur ihre Arten, sondern auch ihre Namen sind zahlreich: Ihre Entdecker, die indianischen Ureinwohner, nannten sie “tumatle”.

Je nach Sorte, Anbau, Klima und Qualität schmecken Tomaten sehr unterschiedlich. Gute Tomaten haben ein ausgewogenes Verhältnis von leichter Säure und angenehmer Süße. Einheimische Tomaten können von Juli bis September geerntet werden. Tomaten sind besonders kalorienarm, da sie zu einem Anteil von 95 Prozent aus Wasser bestehen. Freilandtomaten liefern eine große Portion Vitamin C, die insbesondere in der gallertartigen Flüssigkeit rund um die Kerne steckt. Die meisten Ballaststoffe stecken in der Schale und den Kernen. Leider entfernen wir oft beim Verarbeiten von Tomaten, genau das. Was Tomaten ganz besonders gesund macht, ist das darin enthaltene Lycopin. Dieser zu den Karotinoiden zählende Stoff gilt bei Experten als echter Booster für den gesamten Körper. Dieser sekundäre Pflanzenstoff, der die Zellmembranen schützen soll, findet sich vor allem in roten Früchten und Gemüsen. Da Carotinoide fettlöslich sind, sollte dies bei der Zubereitung der Nahrung entsprechend beachtet werden. Ein paar Tropfen Olivenöl können hier bereits ausreichend sein. Und je stärker die Tomaten zerkleinert sind, desto besser kann der Körper das darin enthaltene Lycopin aufnehmen und verwerten. Besonders gut klappt das daher mit Tomatensoße. Tomaten sind kälteempfindlich und gehören deshalb nicht in den Kühlschrank, auch nicht ins Gemüsefach. Sie sollen bei Zimmertemperatur am besten an einem dunklen Platz aufbewahrt werden. Tomaten nicht gemeinsam mit anderen reifen Gemüsesorten lagern, denn sie geben ein natürliches Reifegas (Ethylen) ab. Frische Früchte sollen innerhalb von vier bis fünf Tagen aufgebraucht werden. Licht, Wärme und Sauerstoff verringern den Gehalt an Nährstoffen. Unreife grüne Tomaten sollen in rohem beziehungsweise unverarbeiteten Zustand nicht verzehrt werden, da sie das giftige Alkaloid Tomatin enthalten. Dieses kann Kopfschmerzen, Übelkeit, Magenschleimhaut-Entzündungen oder Krämpfe hervorrufen.

bunte Tomaten Galette von https://www.springlane.de/magazin/rezeptideen/tomaten-galette/ 

Kürbis

Der Kürbis zählt genauso wie die Tomate botanisch gesehen zur Gattung der Beerenfrüchte, wobei diese wiederum eine Untergruppe der Kürbisgewächse ist.

Auch wenn der Kürbis botanisch gesehen zu den Früchten zählt, würde man ihn im Hinblick auf seine Nährstoffe und sein nussig-süßes Aroma eher als Gemüse einordnen.
Der Kürbis ist eine besonders gute Quelle für Vitamin A, denn 100 Gramm Kürbis decken bereits 26 Prozent des Tagesbedarfs. Kürbis enthält wenig Kalorien und macht gleichzeitig richtig satt und eignet sich aus diesem Grund ideal als Sättigungsbeilage. Der Kürbis ist gut verdaulich und kann daher in der Schonkost oder der Beikost eingesetzt werden. Das Kürbisfleisch hat viele Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor, Kalium und Eisen. Am meisten enthält der Kürbis Kalium, das den Flüssigkeitshaushalt im Körper reguliert. Nährstoffe aus Kürbissen, die unser Immunsystem unterstützen, sind Vitamin C, Vitamin E und Eisen. Die im Kürbis enthaltene Kieselsäure verbessert zudem die Haut- und Nagelstruktur. Kürbis steckt voller Beta-Carotin. Im Körper wird Beta-Carotin in Vitamin A umgewandelt und wirkt sich positiv auf unsere Augen und das Sehen aus. Neben dem gesunden Fruchtfleisch steckt im Kürbis noch ein echter Schatz, nämlich die Kürbiskerne. Neben gesunden Fettsäuren liefern sie hochwertiges pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe und eine ganze Menge Mikronährstoffe wie Eisen, Zink und Kupfer, sowie Vitamin B3 und Vitamin E. So kalorienarm wie das Fruchtfleisch sind Kürbiskerne jedoch nicht: 100 Gramm haben 500 Kalorien. Aus den Kürbiskernen wird in einem aufwändigen Verfahren hochwertiges Kürbiskernöl hergestellt. Kürbiskernöl ist besonders reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Diese haben eine regulierende Wirkung auf dem Cholesterinspiegel. Kürbiskernöl hat einen hohen Kaloriengehalt. Ein Esslöffel enthält ungefähr 100 Kalorien. Kerne und Öl sollen also bewusst eingesetzt und sparsam dosiert werden. Ein ganzer Kürbis kann bis zu sechs Monaten an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort, also zum Beispiel im Keller aufbewahren.

KÜRBIS EINTOPF MIT BOHNEN UND FASCHIERTEM von

https://www.sweetsandlifestyle.com/kuerbiseintopf-mit-bohnen-und-faschiertem/

Spaghetti-mit-Kohlsprossen
Porree

Zwetschke

Zwetschgen gehören botanisch gesehen zur Gruppe der Rosengewächse und zählen zum Steinobst. Sie sind eine Untergruppe der Pflaumen. Längliche, violette Sorten sind Zwetschken. Hellrot, gelb oder grün leuchten oft die Pflaumen. Zwetschken sind seit Jahrhunderten in ganz Europa, Westasien, Nordamerika sowie Nord- und Südafrika heimisch. Mit einem Kalium-Gehalt von knapp 180 Milligramm pro 100 Gramm tragen Zwetschken dazu bei, den Flüssigkeitshaushalt im Körper in der Balance zu halten und den Körper zu entwässern. Sie punkten mit einem hohen Gehalt an diversen B-Vitaminen, die die Nerven stärken und unseren Stoffwechsel vorantreiben.

Zwetschken sind reich an Zellulose und Pektin. Diese Ballaststoffe regen die Verdauung an und helfen dem Körper Giftstoffe abzutransportieren. Wie alle blauen und roten Obstsorten enthalten auch Zwetschken Flavonoide. Diese pflanzlichen Farbstoffe wirken als Antioxidantien und schützen die Zelle. Außerdem enthalten Zwetschken Mineralstoffe und Spurenelementen wie Zink, Kupfer und Calcium. Reife Zwetschken haben einen sehr hohen Fruchtzuckergehalt. Wer diesen nicht gut verträgt, verzichtet darum besser auf große Mengen Zwetschken. Frische Zwetschken erkennt man an einer prallen Haut ohne Flecken und Runzeln. Die typische dünne wachsartige Schicht auf der Haut von Zwetschken ist übrigens kein Qualitätsmangel – im Gegenteil: Dieser „Reif“ schützt die Früchte vor dem Austrocknen und verlängert ihre Haltbarkeit. Trotzdem soll man die Zwetschke vor dem Essen gut abwaschen, weil sich darin Schadstoffe ansammeln können.

Frische Zwetschken können bis zu 1 Woche lang im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden. Nach dem Waschen und Entsteinen lassen sie sich aber auch gut einfrieren und halten dann ungefähr ein Jahr.

Zwetschken Mohn Kuchen von

https://www.gusto.at/rezepte/zwetschken-mohnkuchen