Saisonkalender August

Essen. Ihre Gesundheit ist uns wichtig.

 

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung führt zu mehreren positiven Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Verbunden mit körperlicher Bewegung und sportlichen Aktivitäten stärkt dies wiederrum das Immunsystem. Ein starkes Immunsystem ist aktuell vermutlich wichtiger denn je.

Die Diätologin Elisa Hefner gibt hier monatlich aktuelle Ernährungstipps und veröffentlicht ausgezeichnete Rezepte dazu.

Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Quelle: https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/16817-rtkl-saisonkalender-dieses-obst-und-gemuese-koennen-sie-im-august

Inhalte erstellt von:

Elisa Hefner, BSc.

Freiberufliche Diätologin

hefner@paur.fitness
https://www.chrispaur.com/ernaehrung/

 

Saisonkalender_Jaenner
Apfel-Birnen-Chutney

Paprika

Die Paprika gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Dadurch ist sie eng verwandt mit Tomaten, Auberginen und Kartoffeln. Während bei der Kartoffel jedoch die unter der Erde liegende Knolle für die Lebensmittelproduktion verwendet wird, werden bei der Paprika die Früchte geerntet. Die verschiedenen Farben der Paprika spiegeln den Reifegrad des Gemüses wider: Im unreifen Zustand sind alle Paprika grün, werden mit zunehmendem Reifegrad aber gelblicher oder rötlicher und damit auch süßlicher im Geschmack. Doch egal ob rot, gelb oder grün, die Inhaltstoffe der Paprika unterscheiden sich nur wenig voneinander. Paprika sind nicht nur wegen ihrer wenigen Kalorien, sondern auch wegen ihrer vielfältigen Inhaltsstoffe sehr beliebt. Zum Beispiel besitzt Paprika große Mengen an Kalium, Magnesium, Zink und Calcium. Darüber hinaus sind Paprika reich an Vitaminen. Denn neben Vitamin A und B enthalten sie besonders viel Vitamin C. In roten Paprika ist der Vitamin C-Gehalt im Vergleich zu andersfarbigen Paprika besonders hoch. Dennoch zählt Paprika zu den Vitamin C-reichsten Nahrungsmitteln. In Paprika sind außerdem Flavonoide und Carotine vorhanden. Flavonoide besitzen eine antioxidative Wirkung und haben somit eine große Auswirkung auf die Gesundheit des Menschen. Sie agieren im Körper als Radikalfänger und reduzieren das Risiko für bestimmte Krankheiten. Carotine wirken als Antioxidantien zellschützend. Weil Vitamin C und Carotin hitzeempfindlich sind, wird empfohlen, Paprika im besten Fall roh zu essen. Carotin steckt in kleinen Öl-Tröpfchen in der Zellzwischenwand, wodurch es sehr gut verfügbar ist. Beim Kochen oder Garen von Paprika wird es aber aufgelöst und zerstört. Für die Schärfe der Paprika ist der Stoff Capsaicin verantwortlich. Durch Capsaicin werden die Geschmacksnerven auf der Zunge nicht gereizt, sondern es wird ein Hitze- und Schmerzreiz ausgelöst. Eine normale Gemüsepaprika wird auf dieser Skala als mild eingestuft, als pikant gelten Kirschpaprika oder Peperoni, als mittelscharf sind Jalapenos und als scharf Cayenne-Pflanzen eingeordnet. Paprika mögen es zwar kühl und dunkel, im Kühlschrank ist es ihnen aber fast zu kalt. Für die Lagerung eignen sich daher die Speisekammer oder der Keller. Nur relativ wenige Gemüsesorten sind in der Küche so vielseitig einsetzbar wie der Paprika. Er schmeckt roh, gedünstet, gebraten, geschmort und gekocht oder auch gegrillt immer lecker. Ein Klassiker sind gefüllte Paprikaschoten mit Faschiertem; man kann sie aber genauso gut mit Fisch oder Couscous, Reis oder Schafskäse füllen.

orientalisch gefüllter Paprika von https://www.lecker.de/orientalisch-gefuellte-paprika-79560.html

Stangensellerie

Der Sellerie ist ein Wurzelgemüse und zählt botanisch gesehen zur Familie der Doldenblütler. Sellerie liefert unter anderem Vitamin C, Vitamin K, Beta-Carotin sowie reichlich Kalium, welches zu den wichtigsten Elektrolyten des Körpers gehört. Es spielt außerdem eine Rolle bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen und ist somit wichtig für Muskel- und Herzfunktion sowie für die Regulation des Blutdrucks

Stangensellerie liefert verschiedene antioxidative Nährstoffe, welche unsere Zellen vor oxidativen Schäden schützen und so unsere Gesundheit fördern können. Insbesondere der Gehalt an Vitamin C, Beta-Carotin und Flavonoiden kommen uns hier zugute.

Der Gehalt an den Mineralstoffen Kalium, Eisen und Calcium macht ihn zu einem wertvollen Gemüse. Der hohe Gehalt an ätherischen Ölen ist für den typischen Geruch und Geschmack verantwortlich.

Aufgrund des hohen Kaliumgehalts ist Sellerie harntreibend und daher bei Gicht und Rheuma hilfreich. Zudem wird Stangensellerie wegen seiner harntreibenden Wirkung auch gerne zum Entschlacken verwendet.

Der Staudensellerie ist im Kühlschrank bis zu zwei Wochen haltbar. Dafür soll er im Gemüsefach gelagert werden. Er lässt sich auch portionsweise verpackt sehr gut einfrieren, sowohl gekocht als auch roh. So kann man ihn bis zu 12 Monate im Gefrierfach aufbewahren. Der Stangensellerie ist sehr vielseitig verwendbar. Er lässt sich beispielsweise in Suppen, als Rohkost mit Dips, gedünstetes Gemüse oder auch als Saft genießen. In der Regel werden nur die Stiele verzehrt. Die Blätter jedoch enthalten ebenso sehr gesunde Inhaltsstoffe und können beispielsweise zum Würzen von Suppen und Soßen oder auch als Kräuter zum Verfeinern verwendet werden.

Stangesellerie-Granatapfelsalat von

https://www.janatuerlich.at/rezept/stangensellerie-granatapfel-salat-mit-ziegenkaese/

Spaghetti-mit-Kohlsprossen
Porree

Heidelbeere

Die Heidelbeere ist eine Verwandte der Preiselbeere und wird auch Blau- oder Schwarzbeere genannt.

Heidelbeeren sind gleich wie die Himbeeren von Juni bis September aus Österreich erhältlich. Sie gehört zur Gruppe der Heidekrautgewächse und man findet sie daher an windstillen und sonnigen Plätzchen. Heidelbeeren soll man nur reif ernten, denn im Gegensatz zu anderen Obstsorten reifen Heidelbeeren nicht nach.

Die gesundheitlichen Vorzüge der Heidelbeere sind kaum zu toppen, daher verehrten die amerikanischen Ureinwohner sie als Heilpflanze. Die Heidelbeere wurde für Magen-Darm-Beschwerden und Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut verwendet. Getrocknete Heidelbeeren sind super für die Verdauung, weil sie gegen Durchfall wirken.

Unter der Schale von Heidelbeeren konzentrieren sich viele sekundäre Pflanzenstoffe (Anthocyane = rote/blaue Farbstoffe). Diese stoppen Moleküle, die unsere Zelle schädigen und am Alterungsprozess beteiligt sind. Als Faustregel gilt: Je dunkler die Frucht, desto gesünder.

Zusätzlich liefern Heidelbeeren Karotinoide. Besonders Beta-Carotin sorgt als Vorstufe von Vitamin A für gutes Sehen. Ihr hoher Gehalt an Gerbstoffen macht die Heidelbeere zum idealen Entzündungshemmer und daher schützt sie vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Außerdem stecken in Heidelbeeren Eisen, Kalium, Folsäure und Zink. Auch Vitamin E und Vitamin C sind in relevanten Mengen enthalten. Beide Vitamine schützen die Zelle und unterstützen das Immunsystem.

Achtet beim Kauf darauf, dass die Beeren knackig und frisch aussehen. Wenn Heidelbeeren im Kühlschrank gelagert werden, halten sie leider nur ein paar Tage. Eine gute Möglichkeit zur Verlängerung der Haltbarkeit ist das Einfrieren oder Trocknen der Beeren. Getrocknete Heidelbeeren finden sowohl in der Küche als auch als Heilmittel Verwendung.

Ich verwende Heidelbeeren als Topping für Müsli, Topfen oder Joghurt oder als Dessert in Form von Heidelbeertatscherl.

Heidelbeernocken von

https://www.tasteoftravel.at/heidelbeernocken/